Die vier wilden Beeren, die die finnische Küche prägen: wie jede schmeckt, wann sie reift, wo sie wächst und wie Sie sie mit dem Jedermannsrecht pflücken.
Vier Beeren, ein: Finnlands Wälder und Küsten tragen mehr wilde Beeren, als das ganze Land je pflücken könnte. Diese vier prägen die finnische Küche. Jede hat ihren eigenen Guide.
Moltebeere, Heidelbeere, Preiselbeere und Sanddorn reifen nacheinander von Juli bis Oktober. Zusammen sind sie die Süße, die Säure und die Farbe der finnischen Vorratskammer.
Alle wild: Keine der vier wird in Finnland in nennenswertem Umfang angebaut. Das gesamte Angebot, vom Kuchen im Café bis zum Saft im Supermarkt, beginnt damit, dass jemand pflückt.
Frei zu pflücken: Das Jedermannsrecht erlaubt allen, Einheimischen wie Gästen, auf den meisten Flächen wilde Beeren zu pflücken, ohne zu fragen. Die Regeln handeln von Respekt, nicht von Genehmigungen.
Eine Leiter aus Saisons: Die Moltebeere eröffnet die Saison im Juli auf den Mooren, die Heidelbeere füllt den August, und Preiselbeere und Sanddorn tragen sie bis in den Oktober.
Wählen Sie eine Beere. Jeder Guide beantwortet dieselben Fragen: Geschmack, Saison, das Recht zu pflücken, was die Beere wert ist und wo Sie ihr begegnen.
Moltebeere: Die bernsteinfarbene Moorbeere, die niemand anbauen kann. Vier Wochen im Jahr, von Hand gepflückt, zum Preis einer Delikatesse.
Heidelbeere: Finnlands wilde Heidelbeere: durch und durch violett, eimerweise gepflückt, in jedem Augustkuchen.
Preiselbeere: Die herbe rote Beere neben jedem Rentierteller. Hält im Glas ohne Zucker und wird nach dem Frost süßer.
Sanddorn: Die saure orange Beere der Bottnischen Küste, zwischen Dornen gepflückt und als Saft getrunken.
Offene Moore unter der Mitternachtssonne, ein Pflückfenster von etwa drei Wochen ab Mitte Juli.
Waldsträucher überall: der Monat, in dem Finnland seine Gefriertruhen füllt.
Trockene Kiefernheiden; die ersten Fröste machen die Beeren süßer.
Steinige Ufer des Bottnischen Meerbusens, im Norden bis Tornio.
Aus dem Glas: Konfitüre, Saft, Tiefkühlbeeren und Kissel tragen die Saison durch den Winter.
Finnland hat rund 50 wilde Beeren. Der Verband Arktiset Aromit zählt 37 davon als essbar. Hier sind sechs, die Sie beim Namen kennen sollten.
Quelle: Arktiset Aromit ry (arktisetaromit.fi).
Moosbeere: September–Oktober und erneut im Frühjahr
Die herbe rote Beere der offenen Moore. Sie übersteht den Winter unter dem Schnee, und ein Teil der Ernte wird erst im Frühjahr nach der Schneeschmelze gepflückt.
Himbeere: Dieselbe Art wie die Gartenhimbeere, wild aber kleiner und aromatischer. Sie erobert Kahlschläge und Waldränder.
Krähenbeere: Die schwarze Beere der Fjälls und der kargsten Heiden. Saftig, aber mild, deshalb wird sie meist zu Saft verarbeitet oder unter kräftigere Beeren gemischt.
Allackerbeere: Selten und außergewöhnlich duftend. Am bekanntesten als Likör; sie in der Natur zu finden ist Glückssache.
Rauschbeere: Eine Moorbeere, die wie eine Heidelbeere aussieht, innen aber hell ist. Der alte Glaube, sie mache betrunken, hält sich noch immer, obwohl die Beere selbst essbar ist.
Vogelbeere: Eine herbe orangerote Beere, die am Baum wächst. Frost und Kochen nehmen ihr die Bitterkeit; als Gelee gehört sie zum Wild.
Sammeln lernen: Jedermannsrecht, Pilzsicherheit und der Kalender Monat für Monat: die praktische Seite des Selberpflückens.
Die Beeren verkochen: Wildbeeren-Kissel und die anderen traditionellen Rezepte, mit ausgeschriebener Methode.
Zur Saison bleiben: Juli bis September ist Beerenzeit in ganz Lappland. Rovaniemi ist ein brauchbarer Ausgangspunkt für Waldtage.